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Tuesday, May 27, 2008

Classical Mechanics made popular by Walter Lewin

As you might know, my lectures are recorded and archived ever since 2004. I really do know, how difficult it is, to fit the lecture into the exact 90 minutes frame, to develop a dramaturgy to get the student's attention. But, looking at MIT Prof. Walter Lewin's lectures on Classical Mechanics (MIT 8.01) you really can become frustrated -- well at least as being a lecturer myself. From the listener's perspective, Walter Lewin's lectures are really great! Each single lecture follows an escalating dramaturgy leading into some astonishing experiment - often with Prof. Lewin being part of the experiment himself.

Let it be a life threatening pendulum experiment (here you can jump directely to the experiment in the video), or his funny safari costume for 'shooting the monkey'. The videos are profesisonally produced - no wonder, MIT invested 100.000 $ per lecture series. Each hour of Lewin's lectures requires 40 hours of preparation -- at least if you want to keep his quality standard.

Of course, simply by watching lectures at youtube or yovisto you don't learn. This fact holds since the times of Sokrates. You need practical experience under the guidance of a teacher. But hey, it's also pure fun to listen to Prof. Lewin and there's a lot to learn, esp. for teachers....

Yovisto has indexed the entire 35 lectures of 8.01 Classical Mechanics. By registering at yovisto, you can place tags and comments to every single point of time within Lewin's videos as well as you can bookmark only the highlights out of his lectures.

Saturday, April 19, 2008

educamp 2008 in Ilmenau

NEW: The video recording from the first day podium discussion of educamp 2008 is now available via yovisto.com.

Today, we are visiting educamp 2008 in Ilmenau (April 18-20, 2008) on behalf of FSU Jena and yovisto.com. Educam 2008 is organized as barcamp, i.e. it is almost unorganized. But, with more than 150 visitors the e-learning focus of the 'unconference' obviously has attracted a lot of people.
The day started with a short introduction of everybody with 'name + 3 tags', which really is not so simple. Just try to focus your interests in 3 tags, where at least one tag is reserved for your affiliation, one for your profession, and the last tag for your interests. Oh, but wait. The day did not really start because of a lack of coffee (which is essential for any kind of scientific working...).

For yovisto, we have managed to organize a session in the afternoon (1.30pm, 'Geistesblitz'). Therefore, we have some time for visiting other sessions, connecting to people, and public relations for yovisto... ;-).

ok. 1.30 pm. Our session is streamed live into the internet. You may find the live-stream at mogulus. From my point of view our presentation went very well. We had a lot of interesting questions including comments and advice how to improve the services of yovisto.

Unfortunately, we are a little bit too late for the upcoming session 'slidestar'. Concerning content and targets, slidestar for sure is one of our competitors. They offer an entire framework for authoring, recording, and searching lecture presentations....but only in a proprietary manner. One of the problems of slidestar seems to be the accessibility of slidestar-presentations for search-engines. slidestar is a flash-based application and therefore, linking and indexing the content is not possible for search engines like google. Anyway, they have won the 'Deutscher Bildungspreis 2008'...

Now, we are following a session on 'Exzellenz & Kompetenz' for universities and lecturers given by two speakers from meinprof.de. One of the questions being discussed is the motivation for students, which university to choose. Based on the experience of the participants, regional factors seem to be rather important, i.e. students are chosing a university near their hometown or where their friends are. Thus, is 'excellency' really the main criterion for choosing where to study...?

All in all, I really like those barcamp conferences. The athmosphere is much more liberal compared to 'hardcore' scientific conferences, because there is no strict line between gurus, experts, nobel price winners, and new commers. There's discussion everywhere and a lot of new ideas do come up. It's all about networking....and I guess also the 'hardcode' scientific conferences can learn from barcamp.
At least, there have been no conference fees. Everything (lunch, dinner, refreshments, etc.) was for free, thanks to the sponsors. I'm looking forward to my next barcamp, which will be bibcamp in Potsdam/Berlin on May, 17-18, 2008. Hope to see you there!

Friday, September 21, 2007

DeLFI 2007 in Siegen - Nachlese

Wieder zu Hause stellt sich -- wie nach jedem Konferenzbesuch -- die Frage, was hat es gebracht? Zuallererst einmal eine 'fette' Erkältung, mit der ich heute morgen aufgewacht bin. Die eiszeitliche Klimatisierung der Hörsäle an der Uni Siegen, der man auch nicht durch einen beliebigen Sitzplatzwechsel aus dem Weg gehen konnte, fordert seinen Tribut. Vielleicht waren deswegen die Vorträge auch immer so spärlich besucht -- wobei wir ja schon beim Thema wären. Angeblich - so zumindest die Aussage des Co-Chairs bei der Ansprache während des Konferenz-Dinners - wären ja knapp 100 Teilnehmer alleine zur DeLFI angemeldet gewesen. Aber abgesehen von den Vortragenden (und das waren 23 Vortragende und eine Handvoll Posterpräsentationen) habe ich nicht wirklich viele Teilnehmer zählen können. Von den o.g. 23 Vorträgen waren für mich (einschließlich unseres eigenen) maximal 3.4 (wenn ich seeehr großzügig bin) interessant. Von den Themen (siehe hierzu auch die anderen Postings zur DeLFI 1 / 2 / 3) bot diese Veranstaltung wenig Neues. Ergebnisse von Evaluationen und Studien (jeweils wenig repräsentativ und manchmal mit recht fragwürdigen Schlüssen und Ergebnissen -- zumindest erschienen mir diese nicht ernsthaft hinterfragt worden zu sein), Detailverbesserungen in Nischen und ein oder zwei technisch ganz interessante Entwicklungen. Ich frage mich aber, wie sich ein nicht unwesentlicher Teil der Arbeiten für die Veranstaltung qualifizieren konnte. Liegt es vielleicht daran, dass aus dem e-Learning-Hype der vergangenen Jahre endlich 'die Luft heraus ist' ? Oder etwa daran, dass Didaktiker und Informatiker doch nicht die selbe Sprache sprechen...? Auch drängt sich manchmal der Gedanke auf, dass die 'Alteingesessenen' nur ihre Pfründe sichern wollen. Auch scheint es, dass der Blick über die Grenzen des Fachgebiets hinweg oftmals zu kurz kommt (-> zum Thema Logfileanalysen kann man ruhig mal den Leuten vom Information Retrieval und Data Mining über die Schulter blicken....bei der Navigationsanalyse sollte man sich mal die Methodik und die Ergebnisse der Usability-Gemeinde zu Gemüte führen...bei der Videosegmentierung sollte man sich nicht nur auf einen Spezialfall, der den Autor an der 'kurzen Leine hält' festlegen...Aber ich möchte dabei auf keinen Fall den Autoren zu nahe treten, sondern vielmehr an die Gutachter appellieren!).

Nunja, inhaltlich haben wir leider nichts dazugelernt. Zum Glück haben wir aber dennoch einige neue, interessante Kontakte knüpfen können und wir freuen uns schon auf eine mögliche Zusammenarbeit. Aber ob wir im kommenden Jahr wieder einreichen werden scheint mir eher unwahrscheinlich. Sollten wir uns neben unseren Kernthemen wieder dem Schwerpunkt e-Learning widmen, dann wahrscheinlich auf einer der internationalen Konferenzen mit eher technischer als didaktischer Ausrichtung.

Die Schönheit Siegens -- folgt man den Worten des Co-Chairs während des Konferenz-Dinners -- erschließt sich 'ja eher auf den zweiten Blick'. Dem kann ich spontan zustimmen. Zumindest gilt dies unwidersprochen für den Umkreis rund um den Bahnhof der Stadt. Erst am letzten Tag lernten wir die Oberstadt mit der historischen Altstadt, d.h. dem Schloss, Rathaus und Nikolaikirche kennen (-> hier gibts eine Menge Fotos von Siegen), so dass wir uns letztendlich etwas versöhnlicher auf die Heimreise begeben konnten.

Nächste Woche werde ich live von den XML-Tagen 2007 in Berlin und von der CSSW 2007 (Conference on Social Semantic Web) aus Leipzig berichten....

Thursday, September 20, 2007

DeLFI 2007 in Siegen am 20.09.2007 - Tag 3


Der dritte und letzte Tag auf der DeLFI 2007. Die erste Session (FP5 - Kollaboration) heute ist gleichzeitig auch für uns die wichtigste (...nicht nur, weil Jörg jetzt gleich hier vortragen wird). Nein, es geht um Kollaboration im weitesten Sinne und Projekte, die in diesem Zusammenhang vorgestellt werden (nicht wieder seltsam unzureichende Evaluationen...).

Dominik Niehus von der Universität Paderborn berichtet über "Ein Framework für kooperative Arbeitsumgebungen - Objektorientierte Wissensstrukturierung und Einsatz in der Praxis". Es geht also um das Strukturieren (Kategorisieren) von Wissensobjekten in virtuellen Wissensräumen. Das einzige, was mich etwas dabei stört ist wieder die Verwendung des Hype-Begriffes 'Semantik', und zwar hier im Zusammenhang mit 'graphisch-semantischen' Arrangieren. OK...indem ich ein Objekt in inrgendeiner Kategorie einordne (hier eben graphisch interaktiv in einem virtuellen Wissensraum), dann gebe ich dadurch diesem Objekt natürlich eine bestimmte Bedeutung....und da kommt auch schon das Wort 'Semantik' ins Spiel. Aber abgesehen davon, dass dieser Begriff in letzter Zeit zu oft und eben als 'Buzzword' auftaucht, gefällt mir die grafische Umsetzung, die hier vorgestellt wurde ausgesprochen gut und das auf Eclipse basierende Framework werde ich auf alle Fälle einmal genauer unter die Lupe nehmen....

Andrea Kienle vom Fraunhofer IPSI berichtet im Anschluss "Zur Gestaltung der Aushandlungsunterstützung in CSCL-Systemen". Anhand der Zusammenfassung der Evaluation (sic!) dreier Studien sollen Designprinzipien zur Unterstützung von Aushandlungsfunktionen in CSCL-Systemen.

Als nächstes steht "Kontextualisierte Kooperationsinitiierung zur Unterstützung arbeitsplatzorientierten kollaborativen Lernens" vorgetragen von Martin Wessner von der LMU München auf dem Programm. Es geht dabei um das Lernen am Arbeitsplatz und wie ich dabei passende Kooperationspartner finden kann. Implementiert wurde das Ganze im Rahmen des EU-Projekts APOSDLE.

Über Jörgs (Jörg Waitelonis, Friedrich-Schiller-Universität Jena) Vortrag "OSOTIS – Kollaborative inhaltsbasierte Video-Suche" brauche ich ja eigentlich gar nicht mehr viel zu schreiben (siehe Podcast University Osnabrück), nur dass heute der Schwerpunkt des Vortrags nicht nur auf der Vorstellung unserer Suchmaschine OSOTIS liegt, sondern vielmehr auf den Aspekten der kollaborativen Anotation zeitabhängiger Multimediadaten (wie eben Vorlesungsaufzeichnungen). Anwender (Studenten), die sich diese Vorlesungsaufzeichnungen ansehen, haben die Möglichkeit, diese entsprechend ihren Interessen zu anotieren. Einmal als Ganzes in Form einer Wiki und zum Anderen auch direkt an bestimmten Stellen der Aufzeichnung in Form einfacher Schlüsselwörter (Tags), aber auch durch das Anheften komplexerer Inhalte wie z.B. Diskussionen. Dadurch hat etwa ein Dozent die Möglichkeit, an bestimmten Stellen seines Vortrags Kontrollfragen oder Diskussionsanregungen einzubauen, auf die Studenten dann antworten und diskutieren können.

So...ich glaube, dass wars für mich, was das Tagungsprogramm angeht. Über die Tagung ganz allgemein, die Organisation und die 'sonstigen' Highlights werde ich aber noch berichten...

Wednesday, September 19, 2007

DeLFI 2007 in Siegen am 19.09.2007 - Tag 2


Um den gestrigen Tag noch einmal kurz zusammenzufassen, war ich -- ehrlich gesagt -- ein wenig enttäuscht. Einerseits aufgrund der geringen Teilnehmerzahl, andererseits auch aufgrund der Qualität der Vorträge. Einfache, oft nicht repräsentative Statistiken (bis hin zu 'Logfileauswertung' mit trivialen (subjektiven) Schlussfolgerungen) vertragen sich nicht unbedingt mit meinen Erwartungen an technisch ausgefeilte und innovative e-Learning Entwicklungen....

Aber naja, heute morgen am 2. Tag findet zeitgleich auch noch die "12. GI Fachtagung Informatik und Schule - INFOS 2007" statt. Mit einer stattlichen Teilnehmerzahl von knapp 200 fühlt man sich jetzt wenigstens nicht mehr ganz so verloren ;-) ... aber zurück zum Tagungsprogramm....

Der Vormittag (der DeLFI) startet mit Ludger Thomas vom Fraunhofer IESE und einem Vortrag zum Thema "Entwicklung rekonfigurierbarer Lern-Inhalte mit (edu) DocBook". Jeder Autor von Lerninhalten kennt das Problem. Das Neu-Erstellung ist jedesmal enorm aufwändig, so dass es naheliegt, aus bereits existierenden Ressourcen durch Wiederverwendung oder Adaption neue Inhalte zu erstellen. In diesem Zusammenhang zeigt Ludger Thomas auf, wie entsprechende Inhalte in re-konfigurierbarer Form nach dem Single-Source-Publishing-Ansatz mit Hilfe von (edu)DocBook erstellt und in multiplen Konfigurationen und Formaten ausgegeben werden können.

Im nächsten Vortrag sprach Christoph Rensing von der TU Darmstadt über "Das Authoring Management System EXPLAIN zur ganzheitlichen Unterstützung des Erstellungsprozesses von Trainingsmedien und WBTst" (..da mich der Vortrag auch nicht sonderlich interessierte, hier das zugehörige abstract).

Ebenfalls die folgenden Vorträge trafen nicht wirklich mein Fachgebiet. Die interessantesten Gespräche ergeben sich ja bekanntlich sowieso immer in den Pausen, auf die ich mich dann erst einmal konzentriert habe.

Am Ende des ersten Vortrags nach der Mittagspause entspannt sich eine interessante Diskussion. "...unser Admin installiert da mal was! – Zur Nachhaltigkeit von E-learning-Infrastrukturen – Eine Taxonomie" vorgetragen von Marc Steinbring von der Universität Paderborn, sorgt für einiges an Aufregung....da die vorgestellte Taxonomie (wir hatten das Thema ja schon kürzlich hier behandelt) ja eigentlich gar keine Taxonomie im strengen Sinne ist. Auf den Einwand einer Teilnehmerin hin, dass es sich doch vielmehr um eine Checkliste handelt kommt leider keine wirklich befriedigende Antwort ('Checklisten und Taxonomie sind doch irgendwie schon sehr vergleichbar...'). Ok...es ist ja schon eine Taxonomie, allerdings hätte man sich mit der Erklärung, Benennung und den Beispielen etwas mehr Mühe geben können....Es geht doch nichts über eine grundsolide Informatikausbildung... einschließlich Wissensrepräsentationen ;-)


Als erstes interessiert mich in der Nachmittagssession aber der Vortrag von Leonore Schulze aus Osnabrück (wir erinnern uns an die Osnabrücker Podcast University) zum Thema "Gibt es mobiles Lernen mit Podcasts? - Wie Vorlesungsaufzeichnungen genutzt werden" (über das Thema hatte ich ja schon zur Podcast University berichtet). Aber.....glaubt man's..? Der Session-Chair leitet diesen Vortrag mit den folgenden Worten ein...'Für das folgende Thema sind wir hier alle schon eigentlich zu alt'. Wie bitte....geht's noch? Wenn man für neue Medien und der Diskussion um deren Einsatzmöglichkeiten in der Lehre zu alt geworden ist, was macht man dann auf dieser Konferenz?? Sollen wir hier denn immer wieder die selben alten Kamellen wiederkäuen?? Ich muss mich doch schon sehr über diese Tagung wundern........

Ok, es geht weiter mit der Best-Paper-Session und ich bin schon mal (positiv) gespannt, was uns erwartet...
Der erste Vortrag von Stefan Iske beschäftigt sich mit "E-Learning aus der Prozessperspektive". Dabei geht es um eine Untersuchung des Navigationsverhaltens von Nutzern in Hypertextdokumenten und darum, ob sich typische Muster der Nutzung ermitteln lassen. Irgendwie kam mir das Thema -- im Rahmen der Usability Forschung -- bereits bekannt vor.

Spannender war dann schon der nächste Vortrag von Stephan Knopf von der Universität Manheim über "EDL-Editor - Eine Anwendung zur automatischen Aufbereitung von Vorlesungsvideos". Dabei ging es um die automatische Segmentierung von Vorlesungsmitschnitten entsprechend der Kapitel und Unterkapitel des behandelten Stoffes. Zu diesem Zweck werden die Folien der Desktopaufzeichnung analysiert und entsprechende Schnittmarken vorgeschlagen. Großer Nachteil der vorgestellten Lösung ist in meinen Augen die Tatsache, dass dem Dozenten exakt vorgeschrieben wird, (1) dass er Kapitel und Unterkapitelüberschriften benutzen muss, (2) dass diese an einer bestimmten vorgegebenen Position stehen müssen und dass (3) zusätzlich noch Restriktionen bzgl. Schrift und Farbe gemacht werden. Folien OHNE Überschriften werden von der Software automatisch entfernt. Natürlich liefert der 'Editor' zunächst nur einen Vorschlag, d.h. ich kann die entfernten Folien wieder mit in ein Kapitel integrieren.....aber da wären wir ja wieder bei dem -- wie anfänglich als Motivation in Aussicht gestellt -- zu vermeidenden manuellen Aufwand....

...

Tuesday, September 18, 2007

DeLFI 2007 in Siegen, 18.09.2007

Die nächsten drei Tage werde ich von der DeLFI 2007, der 5. e-Learning Fachtagung Informatik an der Universität Siegen, auf der Jörg ein paper von uns präsentieren wird...aber dazu später.
Die Anreise nach Siegen (wo liegt überhaupt Siegen)...."bei Giessen" war die Antwort, die mich weiterhin im Dunkeln tappen lies) gestaltete sich als etwas schwierig...zumindest, wenn man in Betracht bezieht, dass wir zu nachtschlafender Zeit den ICE bestiegen, den ersten Anschlusszug nur mit Mühe und Not erreichten und zudem fasst noch vor Wetzlar in die falsche Richtung abgekoppelt wurden...
Aber zurück zur Tagung. Den ersten Tag mit den Workshops und dem Eröffnungsempfang hatten wir außen vor gelassen. Heute (Dienstag) kamen wir gerade rechtzeitig, um noch einen Teil des Vortrags von Nadine Ojstersek von der Universität Duisburg-Essen zum Thema "Organisation tutorieller Betreuung beim E-Learning". Aber irgendwie haben wir von diesem Vortrag nicht mehr viel mitbekommen, so dass ich mich eher dem zweiten Vortrag von Serge Linckels vom HPI Potsdam zum Thema "Bessere Schulnoten mit MatES, dem e-Bibliothekardienst für den Mathematikunterricht". Darin stellt Serge MatES vor, eine Art Suchmaschine, die über die Eingabe einer Frage in natürlicher Sprache (natürlich thematisch eng begrenzt auf den Mathematikunterricht der 8. Schulklasse und das Bruchrechnen) auf passende Videoclips abbildet, die die Frage klären sollen. Interessant dabei, die entsprechenden Videoclips, die die mathematischen Sachverhalte erklären, wurden auch von Schülern produziert (Wer mehr darüber erfahren will, ich hatte zu einem analogen Vortrag im Rahmen des 2. TeleTask-Symposiums bereits berichtet).

Die Mittagspause machte uns mit der Mensa der Siegener Universität vertraut...meine gesammelten Erfahrungsberichte diesbezüglich kann man demnächst im Küchenschreck nachlesen.

Der Nachmittag beginnt mit kurzen Posterpräsentationen (jeder Redner kann sein Poster in knappen 5 Minuten vorstellen). Irgendwie ist hier ziemlich wenig los, d.h. ich hatte mir vorgestellt, hier auf mehr Teilnehmer zu treffen. In den einzelnen Sessions sitzen vielleicht 20-25 Teilnehmer, lediglich in der Kaffeepause schienen es etwas mehr zu sein...

Naja, zum Thema passt dann ja der erste Vortrag der Nachmittagssession von Klaus Wannemacher aus Hannover mit dem Titel "Anreizsysteme zur Intensivierung von E-Teaching an Hochschulen". 'Von E-Teaching' bezieht sich hier einerseits auf die Akzeptanz der Lehrenden, E-Teaching Systeme einzusetzen und andererseits, die Akzeptanz der Lernenden, diese E-Teaching Systeme auch zu nutzen....und dann wäre da auch noch die Hochschulleitung. Qualitätsverbesserung der Lehre oder Qualitätssteigerung des Studiums wären zumindest die Hoffnungen (Erwartungen) der Hochschulleitung. Eine Anrechnung auf die Lehrverpflichtung oder aber auch monetäre Anreize wie Förderprogramme und Preise (z.B: der Medida-Prix) wären eine mögliche Motivation für die Lehrenden.

Christoph Hermann von der Universität Freiburg stellt eine Studie zur 'logfilebasierten Evaluation des Einsatzes von Videoaufzeichnungen' vor. Zu diesem Zweck wurde ein einfach zu bedienendes (als auch für Dozenten) Werkzeug zur Logileanalyse erstellt. Analysiert wurden die Logfiles der Vorlesungsaufzeichnungen bzgl. Zugriffe aus dem Universitätsnetz (was die Nutzergruppe entsprechend einschränkt...bzw. nicht berücksichtigt, ob Studierende diese Videoaufzeichnungen auf von zuHause aus ansehen).
Ziel der Auswertung war es dabei festzustellen, welche Videoformate bevorzugt werden, ob Aufzeichnungen mit/ohne Dozentenvideo bevorzugt werden, ob auf das Archiv zugegriffen wird, gibt es besondere Zugriffszeitpunkte, die mit besonderen Ereignissen korrellieren?
Ok...Logfileanalyse ist jetzt (im wissenschaftlichen Sinne) nicht gerade das spannendste Thema. Natürlich möchte man als Anbieter gerne wissen, wie das Angebot genutzt wird, um es verbessern zu können. Die Einsichten, die hier allerdings gewonen wurden ('um Weihnachten herum erfolgten weniger Zugriffe, die Studenten scheinen sich eine Pause zu gönnen...') lasse ich jetzt hier einmal unkommentiert stehen.



[more to come....]

Wednesday, September 05, 2007

Podcast University Tagung in Osnabrück, 05. September 2007


Heute werde ich von der Podcast University aus Osnabrück LIVE berichten (zudem gibt es hier auch ein Blog zur Tagung).

Podcasts sind ja schon seit einigen Jahren in aller Munde. Aber Podcasts in der universitären Lehre (....oder eben 'Leere')? Zugegeben, aus Dozentensicht (insofern dieser sich versucht in die Lage des Studenten zu versetzen) eine geniale Idee. Die Vorlesung -- ungebunden von Raum und Zeit -- nacherleben, auch wenn man diese (auch welchen Gründen auch immer) verpasst haben sollte. Klingt prima. Aber.....wird es denn auch entsprechend genutzt? Oder laden sich die Studenten vielmehr die Vorlesungsaufzeichnungen vom Rechner und glauben (in Anlehnung an die Metapher mit dem Lehrbuch unter dem Kopfkissen), insofern diese sich erst einmal auf dem lokalen Verzeichnis des heimischen Rechners befinden, dann ist das ja schon die 'halbe Miete'. (Ich erwähnte ja schon in einem früheren Artikel, dass es noch keine wirklich aussagekräftige und valide Evaluation zum Thema Tele-Lecturing gibt). Nun denn, wollen wir mal hören, was die Experten heute dazu zu sagen haben...


  • Harald Selke (Universität Paderborn): Was gibt es neues? Einige Überlegungen zu Podcasts in der Lehre.
    Hier ging es um einen Bericht über den Einsatz von Podcasts in einer Grundstudiumsveranstaltung für Medienwissenschaftler, der Aufwand bei der Vor-/Nachbearbeitung, der Distribution und der Rezeption. Der Punkt Rezeption war natürlich (siehe oben) besonders interessant für mich, aber die zu Grunde liegende Daten-/Nutzerbasis leider entsprechend mager.

    Ein interessanter Punkt, der in der anschließenden Diskussion aufkam, drehte sich um den Effekt, dass Audio-Podcasts von Vorlesungen bei der Rezeption oftmals schnell langweilig und langatmig wirken (obwohl die Live-Veranstaltung im Gegenteil oft als interessant und lebhaft wahrgenomen wurde). Um die zugegebermassen 'magere' Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer zu bedienen, werden Audio-Podcasts hier auf 5-10 Minuten jeweils begrenzt, d.h. die zu grundeliegende Vorlesung wird in entsprechende Segmente (thematisch) unterteilt. Eine Verknüpfung (und Synchronisation) mit dem Vorlesungsskript (Handout/Transskript) ermöglicht dazu noch die Bereitstellung sogenannter 'Teaser' und 'Schlagzeilen', die auch kontextbasiert aus dem Podcast herausgelöst werden können (und dadurch weniger Zeit in Anspruch nehmen). Eine andere Lösung besteht darin, ein synchronisiertes Videobild mit anzubieten (...das den Zuhörer/Zuschauer entsprechend bei Laune halten soll).

  • Clemens Westerkamp (Fachhochschule Osnabrück): Mehr Flexibilität durch Podcast-Angebote
    'Hausgemachtes' Podcasting, Einsatzerfahrungen, technische Vor-/Nachbereitung von Podcast-Aufzeichnungen, gesammelt aus Sicht eines 'Anwenders'...Allerdings bezeichnet hier der Begriff 'Anwender' nicht den Podcast-Konsumenten, sondern den 'nicht-professionellen' Produzenten.

  • Rolf Kretschmann (Universität Stuttgart): Einsatzszenario Einführungsvorlesung "Grundlagen der Sportpädagogik und Sportdidaktik"
    Ebenfalls wieder ein Vortrag zum Thema 'Einsatzerfahrungen' in einem beschränkten Szenario (Grundlagen der Sportpädagogik) inklusive Evaluations(vorhaben), das entsprechend wieder nur selektive Aussagekraft besitzt.

  • Grit Matthias (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Einsatzszenario im Fremdsprachenunterricht
    Im Rahmen eines Sprachkurses für Deutschlernende sollten die Teilnehmer Audio-Podcasts selbst produzieren. Eine 'Podcast-Werkstatt' mit dem Zweck, die kommunikativen Fähigkeiten sowie die Medienkompetenz der Lernenden zu fördern. Beispiele zu den von den Teilnehmern produzierten Podcasts sind hier zu finden.

  • Ralph Müller (Universität Frankfurt): Quo vadis Unicast?
    ...Leider hält der Vortrag nicht ganz, was das Abstract aus dem Tagungsprogramm verspricht (Achtung: 'Unicast' ist hier nicht 'Unicast im technischen Sinne einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung' sondern ein Neologismus aus 'Universität' und 'Podcast' . Daher hier meine eigenen Gedanken zum Thema:

    Können Podcasts überhaupt den Ansprüchen der universitären Lehre genügen??
    Interessante Fragestellung. Meiner Meinung nach treffen hier (aber) zwei Welten aufeinander bzw. werden Äpfel mit Birnen verglichen. Interessante, unterhaltsam und professionell produzierte Podcasts stehen sicher im Widerspruch zur einfachen Aufzeichnung universitärer Lehrveranstaltungen. Zum einen vergleicht man hier elaborierte Studioproduktionen (Podcast), produziert zu einem ganz bestimmten Zweck und für ein 'Zielpublikum' mit Live-Events (universitäre Lehrveranstaltung, Zielpublikum sind Präsenzstudenten). Die Diskussion aus dem ersten Beitrag des Tages, warum (Audio-)Aufzeichnungen schnell langweilig und langatmig wirken (und das Live-Event nicht), liegt ganz einfach in der Natur der Sache. In der (Live)-Vorlesung wird der Inhalt (neudeutsch 'Content') für die Präsenzteilnehmer produziert. Das Charisma des Dozenten (und seine Interaktion mit den Studenten) kann in einer Aufzeichnung immer nur sehr schwer eingefangen werden. Zudem -- sucht ein Student Informationen zu einem ganz bestimmten Thema -- ist er mit einem 90 minütigen Exkurs, der das eigentlich (für den Suchenden) relevante Thema nur am Rande berührt, schlicht überfordert. Das (manuelle) Heraussuchen der relevanten Stellen bleibt mühsam.

    Eine Lösung besteht in der aufwändigen Nachbearbeitung der Podcasts: Segmentierung in möglichst kurze, thematisch fokusierte Abschnitte (leider nicht immer möglich). Was aber wäre, wenn die 90-Minuten-Datei inhaltsbezogen (automatisch) durchsuchbar wäre? Dazu muss entweder eine Transkribierung des Vortrags stattfinden bzw. eine Synchronisation des Vortrags mit zugehörigen Materialien, aus denen die inhaltlich wichtigsten Schlagworte indiziert werden können. Um bei der Web2.0-Metapher zu bleiben: warum nicht Audio-Podcasts von Live-Lehrveranstaltungen (temporär) taggen? ... und hier wären wir schon wieder einmal bei OSOTIS......


Zum Mittagessen ging es in die (laut Organisator 'innerhalb eines Wettbewerbs aller deutschen Mensen ausgezeichnete') Mensa....aber heute schien das nicht ganz der Tag der Osnabrücker Mensa gewesen zu sein....(mehr dazu in Kürze im Küchenschreck).

  • Andreas Groß (HPI Potsdam): tele-TASK -- Das komfortable Überall-Lernen
    Das tele-Task System zur Aufzeichnung und LiveStreaming von Lehrveranstaltungen wurde um eine Podcast-Komponente erweitert, d.h. die ursprünglich über SMIL synchronisierten einzelnen Video-Datenströme (Dozent + Desktop) werden in einen einzelnes h.264-File transkodiert (ohne zusätzlichen manuellen Aufwand), um auch auf portablen Abspielgeräten (wie z.B. natürlich dem iPod) wiedergegeben zu werden.

  • Markus Ketterl (Universität Osnabrück): virtPresenter/lernfunk
    Ähnlich wie das im vorangegangenen Vortrag vorgestellte tele-Task System handelt es sich bei virtPresenter um ein Flash-basiertes Vorlesungsaufzeichnungssystem (während tele-Task neben der vorgestellten h264-Lösung nur das RealMedia-Format unterstützt). Mit virtPresenter aufgezeichnete Vorlesungsveranstaltungen werden automatisch in das Stud.IP Kursmanagementsystem der Universität Osnabrück eingetragen und zusätzlich über das Portal lernfunk.de zur Verfügung gestellt.
    Interessanter Aspekt, der am Ende des Vortrags aufgegriffen wurde: "Videos ins Netz stellen ist nichts neues.....nur heisst das jetzt 'Podcast'...". Die Frage ist (a) was bringt es tatsächlich den Lernenden und (b) was bringt es den Dozenten? Wenn Vorlesungsaufzeichnungen über ein Portal aggregiert werden, wie kann dann eine Bindung zur jeweiligen Hochschule gewährleistet werden? Eine Möglichkeit besteht z.B. darin, Video-Trailer zu den einzelnen Hochschulen oder aber auch zu den Dozenten selbst zu produzieren, an die die jeweils aufgerufene Vorlesungsaufzeichnung angehängt werden.

  • Bianca Drefahl, Uwe Pirr (Humboldt-Universität Berlin): Humboldt-Podcampus
    Der Computer- und Medienservice der Humboldt-Universität Berlin baut im Projekt 'Humboldt-Podcampus' einen universitätsweiten, komfortabel und möglichst einfach zu bedienenden Podcast-Dienst auf, der in bestehende Lernmanagementsysteme (Moodle) integriert wird.

  • Jörg Waitelonis (Friedrich-Schiller-Universität Jena): OSOTIS - Web 2.0 Plattform zum Arbeiten mit Vorlesungsaufzeichnungen
    Jörg schlägt zur Einführung den Bogen von den Anfängen der Universität (im Mittelalter) zu modernen Lösungen des tele-teaching und distance-lerning, geht danach auf die Problematik der automatischen und kollaborativen Annotation von Vorlesungsaufzeichnungen ein, um schließlich OSOTIS als 'Vorlesungs-Suchmaschine' detailliert vorzustellen. Über OSOTIS wurde in diesem Blog ja schon öfter berichtet, daher brauche ich an dieser Stelle ja nicht weiter auszuholen...

  • Olaf Schulte (ETH Zürich): Jenseits des Hype - Vom Podcast zum Multimedia-Portal
    Wieder das Thema 'Podcasting vs. universitäre Lehre'. Nach einer kurzen (allgemeinen) Vorstellung der Multimedia-Services an der ETH Zürich wird das Multimedia-Portal REPLAY thematisiert. Unter REPLAY werden sämtliche Phasen der Erstellung, Distribution und Rezeption der Aufzeichnung von universitären Veranstaltungen integriert und dabei weitgehend von vollautomatischen Werkzeugen unterstützt.

    Zu meiner persönlichen Freude nahm Olaf am Ende seines Vortrags das zu Anfang zitierte Thema wieder auf, indem er sprichwörtlich den Finger in die offene Wunde legte und die 'negativen' Tendenzen, die mit dem Hype um den Begriff 'Podcast' einhergehen, aufgriff. Dieser Hype betrifft ja ansich eine nicht gerade 'neuzeitliche' Technologie. Früher galten 'Freaks', die sich mit Mikrofon vor ihr Tonbandgerät setzten, um eine 'private' Radiosendung zu produzieren zwar als als 'harmlose Zeitgenossen' aber eben doch als Freaks...und mit der Tonbandaufzeichnung einer universitären Lehrveranstaltung konnte man keinen großen Staat machen. Unter dem Begriff 'Podcast' allerdings gelten Audio-Aufzeichnungen wieder als en-vogue. Apple besitzt durch sein den Namen spendende Produkt die absolute Diskussionshoheit zum Thema. Der Hype treibt skurile, aber auch (personell) Ressourcen-intensive Blüten. Allerdings bleiben dabei didaktische Aspekte -- ebenso wie Aspekte der Recherchierbarkeit und Archivierbarkeit -- oft auf der Strecke. Anstelle 'wild' darauf los zu produzieren sollte man sich vielmehr vorher Gedanken darum machen, wie dieses Medium didaktisch am geeignetsten eingesetzt werden könnte. Zudem sollte es Mindestansprüche bzgl. der Aufzeichnungs- und Produktionsqualität geben. Obwohl der Web2.0-Grundgedanke prinzipiell jedem die Möglichkeit gibt, zum Informationsproduzenten aufzusteigen, sollte zumindest bei der universitären Lehre auf qualitative Mindestanforderungen geachtet werden!

  • Martina Welte (Universität Freiburg): Erfahrungen mit dem Einsatz von Podcasts in der Lehre am Institut für Informatik der Universität Freiburg
    Wie der Titel schon sagt, wieder ein Erfahrungsbericht, diesmal aus Freiburg. Dabei ausführlicher und technisch fundiert...aber bei all diesen Erfahrungsberichten komme ich mir langsam vor wie in einer Selbsterfahrungsgruppe.....

  • Oliver Vornberger (Universität Osnabrück):Vorlesung "Algorithmen" als Video-Podcast im Apple iTunes Store
    Wieder ein Erfahrungsbericht....diesmal im Zusammenhang mit Apple iTunes und dazu erfrischend 'vorgetragen' (die Unterhaltungsqualität des Vortrags erreichte in der zweiten Hälfte gar ungeahnte Höhepunkte....kein Wunder, dass die 'Pooodcasts' von Herrn Prof. Vornberger so populär sind!!). Anscheinend - und von derselben 'Erfahrung' wurde auch schon vom Vorredner berichtet - erhöht das Einstellen einer aufgezeichneten Vorlesungsveranstaltung bei Apple iTunes (im Gegensatz zum einfachen Link auf der Homepage des Dozenten oder der Portalseite der Universität) deren Attraktivität schlagartig. Ob allerdings ein erfolgreicher Download mit einem 'erfolgreichen Vorlesungsbesuch' gleichgesetzt werden kann, das möchte ich bezweifeln. Ebenso die Ausführungen zur 'Ernsthaftigkeit' der Nutzung dieses Downloads...


Damit endet meine Teilnahme an der Podcast University in Osnabrück. Der zweiten Tag mit den Workshops zur Podcast-Produktion bzw. zum Mikrofonsprechen waren für mich weniger interessant. Zudem wartet in Potsdam eine Menge Arbeit auf mich.

Mein Fazit zur Veranstaltung: Eine gute Gelegenheit, sich (OSOTIS) etwas bekannter zu machen. Allerdings darf ein derartiger Workshop nicht (mehr) zur 'Selbsterfahrungsgruppe' auswachsen. Selbst wenn das Thema Podcasts relativ neu sein sollte, Aufzeichnungen von Vorlesungen gibt es schon lange und haben mittlerweile (zumindest sollten sie das) eine entsprechende technische Reife erlangt, so dass es nicht unbedingt mehr interessant erscheint, die 35. 'Erfolgsstory' anzuhören, wie ein Dozent seine Lehrveranstaltung mit hausgemachten Behelfswerkzeugen (a la McGuiver) als Aufzeichnung ins WWW stellt....

Tuesday, August 07, 2007

Do Students really appreciate online lecture recordings...??

For another paper I was doing some research on how students are using online lecture recordings. I started with asking Google about studies and evaluations on the topic. But, as I had to find out, there are only some primitive evaluations (with a small number of participating students often limited to a spectial course or a single university) as to the satisfaction of the students -- often with 'overwhelming' results (as for advertising the used lecture recording technology...).

Here you may find a few examples (recent evaluations with more than 100 students seem to be rare...):

  • Maree Gosper, Margot McNeill, Karen Woo et. al.: Web-based Lecture Recording Technologies: Do Students Learn From Them?, in In. Adelaide: Higher Education Research and Development Society of Australasia, 2007.
    (interesting summary of several surveys down under in Australia with Lectopia/iLectures, more than 10.000 students addressed but only about 800 answered...)

  • Marc Krüger: Pädagogische Betrachtungen zu Vortragsaufzeichnungen (eLectures), in i-com, Zeitschrift für interaktive und kooperative Medien, Oldenbourg Wissenschaftsverlag 3 56--60 (2005).
    (first try of a more general study...)


I was not able to find a more general, summarizing report dealing with a variety of scenarios and clustering the results (inluding methodological soundness and decent empirical basis).

So...first thing -- if you know about any study or evaluation (with significant empirical basis), please write a comment with a link to the source (!)
Second -- I know that this will also only be a rather limited and primitive poll -- please fill out the small poll below. Maybe we gain a little bit more insight on student's satisfaction concerning online lecture recordings -- not only restricted to a single course or a single university....

Tuesday, June 19, 2007

SkypeCast zum 3. Online-Roundtable “Vorlesung 2.0 - gebloggt, getaggt, getwittert” - ...jetzt aber


Endlich hat es doch geklappt, mit dem SkypeCast zum 3. Online-Roundtable zum Thema "Vorlesung 2.0: gebloggt, getaggt, getwittert”. Leider hatten die vorangegangenen technischen Probleme doch die meisten Studenten 'verschreckt', aber die Diskussion gestern abend geriet doch recht interessant. (Hier gibt es den Audio-Mitschnitt zum SkypeCast).
Für mich natürlich Ansporn, auch im kommenden Wintersemester (diesmal am HPI in Potsdam) auf Web2.0-Technologien im Vorlesungsbetrieb zu setzen...und das nicht nur zur ergänzenden Information sondern vor allem auch, um Interaktivität und Kommunikation in und außerhalb der Vorlesung zu fördern. Hier einige der angesprochenen Möglichkeiten:

  • Durchführung einer freiwilligen Einführungsveranstaltung (Praktikum), bei der vor allem auch die Studenten (in einem möglichst freien Rahmen) ihren Komillitonen verschiedene Web2.0-Technologien vorstellen und deren Vor-/Nachteile und Einsatzmöglichkeiten (vor allem auch diejenigen, an die der Dozent nicht in erster Linie denkt) vorstellen.

  • Vorlesungsmitschrift mal anders: Die Vorlesungsmitschrift als eine Art Protokoll gemeinschaftlich im Rahmen eines Wikis (oder Blogs) entwickeln mit Beiträgen der Studierenden als auch mit Beiträgen des Dozenten.

  • ...


Interessant wäre eine Folgeveranstaltung im zeitlichen Abstand von etwa einem halben Jahr, in dem wir wieder unsere (neuen) Erfahrungen austauschen könnten. Steffen hat zu diesem Zusammenhang angeregt, doch mal ein Barcamp zum Thema 'Vorlesung 2.0' zu organisieren.....also ich wär dabei ;-)

Friday, June 15, 2007

2. tele-TASK Symposium - "Vom e-Learning in der Schule bis zur Web-Uni", 14./15. Juni 2007, Potsdam - Tag 2


Der zweite Tag des tele-TASK Symposiums amd HPI Potsdam startete mit einigen Erfahrungsberichten des Einsatzes von e-Learning Systemen an Schulen und Hochschulen. Heinrich Blana und Hubert Simon vom Franz-Stock-Gymnasium in Arnsberg berichteten von 'E-Learning im MINT-Bereich des Gymnasiums - Möglichkeiten und Grenzen". Serge Linckels (nicht als Doktorand am HPI sondern als Lehrer am LTE-Luxembourg) berichtete vom Stand des 'E-Learning in Luxemburg', gefolgt von Birgit Gaiser vom Knowledge Media Research Center in Tübingen, die über 'Transparenz durch Web-Präsenz - E-Teaching Angebote deutscher Hochschulen' vortrug.

In der daran anschließenden Infrastruktur-Session sprach als erster Referent Djamschid Tavangarian von der Universität Rostock 'Vom mobilen zum pervasiven Lernen'. Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang die Argumentation, dass eine Voraussetzung für pervasives Lernen die Selbstorganisation darstellt. Selbstorganisation als Bestandteil des pervasiven Lernens (Evolution des Lernens) basierend auf Service-orientierten Architekturen (SOA). Nachdem an der FSU Jena über selbstorganisierte System im Katastropheneinsatz diskutiert wurde, finde ich dieses Anwendungsgebiet natürlich besonders spannend und bin gespannt, ob ich unsere Aktivitäten vielleicht auch in diese Richtung lenken kann...

Daniel Dahl von der Universität Münster gibt in seinem Vortrag 'Von der Lerninhalte-Distribution bis zur Computergestützten Abschlussprüfung' 'eine Übersicht über die an der Universität Münster eingesetzten e_Learning-Plattformen. Interessant dabei ist das Web 2.0 basierte e-Learning-Tool 'Learnr', in dem Lernunterlagen von den Benutzern mit Schlagworten und Kommentaren getagged werden können. Also e-learning 2.0 oder (etwas weniger griffig) Community-driven Learning.

Im abschließenden Vortrag stellt Sabine Rathmayer von der TU München das integrative eLearning-Projekt elecTUM in ihrem Vortrag 'elecTUM - Aufbau einer integrierten eLearning Infrastruktur...' vor.

2. tele-TASK Symposium - "Vom e-Learning in der Schule bis zur Web-Uni", 14./15. Juni 2007, Potsdam


I'm spending two days again in Potsdam at HPI (Hasso-Plattner-Institute) for a symposium on e-learning. The symposium is subtitled with 'from e-learning in school to the web university' with presentations ranging from semantic technology in e-learning research to experiences and studies of e-learning deployment in school and university. The oficial language of the symposium is German, so please forgive me for switching to German for my comments on the presentations and the symposium in general.....

Potsdam...endlich mal wieder bin ich hier am HPI. Mein letzter Arbeitstag hier liegt jetzt schon fast zwei Monate zurück, aber als ich 'mein' altes Büro betrat, hatte ich da Gefühl, als wäre ich überhaupt nicht fort gewesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich aus Jena jetzt ganz schön verwöhnt bin, was die (am HPI nicht vorhandene) Klimatisierung betrifft :)
Aber kommen wir zum eigentlichen Anlass meines Besuchs: Das 2. tele-TASK Symposium mit dem Thema "Vom E-Learning in der Schule zur Web-Uni". Das Publikum besteht wohl hauptsächlich aus Anwendern, d.h. Lehrern und Didaktikern und weniger aus Forschern und Entwicklern, aber nichts desto trotz verspricht das Programm interessant zu werden.

Der erste Tag begann mit einer kurzen Begrüßung des Instiutsleiters Prof. Christoph Meinel und der Vorstellung des Konzepts (und Forschungsschwerpunkts) der WebUniversity. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes wurden im Anschluss einzelne Projektschwerpunkte vorgestellt, darunter 'tele-TASK goes mobile" mit der Möglichkeit, Vorlesungsaufzeichnungen im podcast-Verfahren für den iPod bereitzustellen, "MaTes" - eine Art personalisierter e-Learning Schnittstelle für Schüler (siehe auch hier), eingesetzt im Mathematikuntericht (hier speziell zum Erlernen des Bruchrechnens) in der vierten Klasse. Im Rahmen dieses Projekts produzierten die Schüler selbst eigene kurze Lerneinheiten - aufgezeichnet auf Video - in denen sie ihren Klassenkameraden einzelne Aspekte des Bruchrechnens erklären und in eigener Regie beibringen sollten. Im Anschluss an die Produktion der einzelnen Lerneinheiten wurden diese im Schulunterricht eingesetzt, wobei der Lehrer lediglich als Moderator/Coach/Systemadministrator in das Geschehen eingriff. Interessantes Ergebnis dabei war eine (zwar schwache, aber dennoch) qualitative Verbesserung der von den Schülern erreichten Noten. Ob diese Verbesserung nun speziell auf das eingesetzte e-Learning oder aber lediglich auf die generelle Veränderung der Lernsituation (Stichwort: "wenn der Lehrer in der Badehose zum Unterricht erscheint, steigt die Aufmerksamkeit der Schüler...") blieb kontrovers diskutiert.

Das nächste vorgestellte Projekt 'tele-LAB' behandelt eine Laborumgebung (siehe auch hier, die ein praktisches Training zum Thema Internet-Security gestattet. Dem Lernenden wird dabei eine virtueller Rechnerumgebung zur Verfügung gestellt, auf der Aspekte der Internet-Security (vom Scannen der Schwachstellen eines Hosts bis hin zu aktiven Angriffen und deren Abwehrmöglichkeiten) praktisch und ohne Gefahr (...für alle Beteiligten) getestet werden können.

Nach einer Demo-Session, in dem im Foyer die einzelnen Projekte auf Herz und Nieren geprüft und hinterfragt werden konnten, folgte eine Session zum Thema 'Semantic Web - Erschließung von multimedialen Inhalten', beginnend mit meinem Vortrag zur unserer Videosuchmaschine OSOTIS und der in diesem Zusammenhang eingesetzten Technologie (hier gibt es die Handouts zur Präsentation). Unsere Videosuchmaschine wächst und "gedeiht", d.h. wir werden in den nächsten Tagen das 2000. Video einstellen, es haben sich annähernd 500 Nutzer angemeldet und die Verfahren zur automatischen synchronen Annotation werden fortlaufend verbessert. Die Besonderheit von OSOTIS besteht darin, nicht nur NACH Videoauzeichnungen suchen zu können, sondern IN Videoaufzeichnungen zu suchen. Bei Eingabe eines Suchwortes wird der Nutzer direkt an die betreffende Stelle in einer resultierenden Videoaufzeichnung geführt und kann diese nutzen, ohne diese selbst erst innerhalb einer Videoaufzeichnung suchen zu müssen.

Im Anschluss daran, präsentierte Siegfried Handschuh vom DERI Galway das Projekt 'Semantic Desktop', das sich zum Ziel gesetzt hat, das Semantic Web auf den eigenen Desktop bringen, d.h. die Daten der unterschiedlichsten Desktopanwendungen (von der E-Mail, über den Notizblock, den Kalender, das Filesystem, usw.) alle gemeinsam zu integrieren und nutzbar zu machen. Besonders interessant dabei ist die Tatsache, dass einer der beteiligten Projektpartner ein Linux-Distributor ist. Daher können die erzielten Ergebnisse sofort im Rahmen einer neuen Linux-Distribution eingesetzt
werden und gelangen direkt (und auf schnellstem Wege) zum Endanwender.

Der letzte Vortrag des Tages von Andreas Rasche (HPI-Potsdam) behandelte die virtuelle Experiment- und Testumgebung 'Distributed Control Lab'. Eingebettet in ein 'transnationales' europäisches Netzwerk erlaubt die virtuelle Experimentierumgebung das Durchführen von entfernten und verteilten Experimenten (die in der realen Welt stattfinden und über die virtuelle Experimentierumgebung gesteuert und überwacht werden können).

Der Tag endete mit einem Conference Dinner im Hotel Griebnitzsee, gleich neben dem HPI. Der Wein war exzellent (2006er Trierer Hohe Domkirche, Riesling Spätlese Trocken...würzig, wenig frucht und säure, aber rund und sehr lecker!! ), ebenso wie das mehrgängige Menu. Einziger Wermutstropfen waren die 'versalzenen' Erdbeeren. Die Küche hatte doch glatt den Zucker- mit dem Salztiegel verwechselt - und so war das Erdbeerparfait leider, leider versalzen (...da half auch nicht die Beteuerung des Kellners, dass es sich bei den 'gewürzten' Erdbeeren um einen 'neuen Trend' in der Küche handeln würde...).

Thursday, June 14, 2007

Skypecast zum Thema "Vorlesung 2.0: geblogged, getagged, getwittert" - 2. Versuch


Das war ja wohl nichts....
Schade, aber die Technik hat uns bei unserem geplanten online-Roundtable einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine dicke Entschuldigung an alle frustrierten Zuhörer. Erst einmal mussten wir feststellen, dass skype die Software geändert hatte und den Download der aktuellen skype-Version für alle Teilnehmer vorschrieb....So weit so gut. Das hätte unser Vorhaben ja "nur" ein wenig verzögert (auch wenn die 30 MB Installation-Kit ganz schön auf sich haben warten lassen). Dass allerdings der für Mac OSX vorgesehene "aktuelle" Skype-Client nicht in der Lage ist, an einem SkypeCast teilzunehmen, damit hatten wir nicht gerechnet. Da wir zu keiner zufriedenstellenden Lösung gelangten, wurde beschlossen, die Veranstaltung zu vertagen. Die beiden Mac-User (mich eingeschlossen) haben sich dazu verpflichtet, beim nächsten Versuch auf einen Windows PC umzusteigen.....(sic transit gloria mundi....). Dieser soll am kommenden Montag, den 18. Juni 2007 an gleicher Stelle stattfinden. Die Kollegen von e-learning 2.0 werden rechtzeitig alle, die sich angemeldet hatten informieren. Drückt uns die Daumen, dass es diesmal klappt.