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Tuesday, June 10, 2008

SPAM - Vermüllte Briefkästen und die Märkische Allgemeine

Kaum hatte ich mich in meinem letzten Artikel über das Medienecho hier am HPI ausgelassen, gibt es doch noch einen weiteren Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, in dem ich zitiert werde. in "INFORMATIONSTECHNIK: Vermüllte Briefkästen
Die Flut sogenannter Spam-Mails kostet Zeit, Geld und Energie
" von Ulrich Nettelstroth werde ich zitiert mit dem Aufruf, "Porto für E-Mails" einzuführen, um der tagtäglichen SPAM-Flut Herr zu werden. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ein Aufschrei durch die Nation gehen würde und ich als kapitalistischer Handlanger der Globalisierungs-Aktivisten gebrandmarkt werden würde, da ich damit doch die Grundprinzipien des des ökosozial-anarchischen Internets "verrate". Aber keiner hat es gemerkt ;-)

Was steckt dahinter? Nein, es geht nicht darum, dem Verbraucher noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Stellen wir uns doch nur einmal vor, in den monatlichen Kosten unseres Internetzugangs wären 10 Cent als Portoäquivalent für ein Freikontingent von 3000 E-Mails mit enthalten. 99,99% aller "normalen" Nutzer fallen derzeit mit Sicherheit in diese Kategorie (entspricht das doch 100 versandten E-Mails pro Tag inklusive Sonn- und Feiertage, Urlaub, etc.). Keinem fällt es auf, niemand wird durch diesen Obulus vom Internet ferngehalten, da die üblichen Verbindungs- und Bereitstellungskosten jeglicher Art von Datenkommunikation ein Vielfaches dieses Betrages darstellen.

Die typischen SPAM-Versender aber, versenden Ihre Kauf-Aufrufe üblicherweise an 10 Millionen und mehr " Kunden" pro Mailing-Aktion. Hochgerechnet ergeben sich dabei so etwa 300 Euro für 10 Millionen versendete E-Mails. Ich denke, damit wäre man schon an der Rentabilitätsgrenze der SPAM-Versender angekommen. Wenn nicht, muss man den Betrag noch etwas nach oben "tunen". Heute - da der Versand von SPAM E-Mails nahezu kostenlos erfolgt, rentiert es sich für den SPAM-Versender bereits, wenn pro Mailingaktion 100 Euro hereinkommen......Tun sie das? Ich weiss nicht, ob es hierüber verlässliche Studien gibt (falls jemand dazu eine Quelle bekannt sein sollte, ich wäre für Hinweise dankbar!).

Allerdings verlangt ein Porto für E-Mails auch ein entsprechend manipulationssicheres Accounting-Verfahren, d.h. mehr Aufwand und mehr Ressourceneinsatz wären notwendig. Wenn auf der anderen Seite aber der SPAM-Datenverkehr abnehmen würde, sinkt auch die aktuelle Belastung der Datenkommunikations-Infrastruktur....und damit auch der zugehörige Energieverbrauch. Somit könnte das "Porto für E-Mails" auch für eine günstigere weltweite CO2-Bilanz sorgen ;-)

Friday, June 29, 2007

Browser ... was sind denn jetzt noch 'mal Browser .......


Eigentlich kaum zu glauben....aber mit der Medienkompetenz unserer Spitzenpolitiker scheint es nicht allzu weit her zu sein. Dies zeigt ein Beitrag der Kinderreporter aus dem ARD-Morgenmagazin, der eigentlich auch gar nicht weiter kommentiert werden müsste....
Immerhin wissen wir jetzt, dass auch Christoph Ströbele von den Grünen eine Homepage hat (er scheint es übrigens auch zu wissen...) auch wenn er sie nach eigenen Aussagen "nicht bedienen" kann. Zum Glück war er ja auch schon "ein- oder zweimal" im Internet. . Zumindest die Geschichte vom "Programm" mit den "Fundwörtern" gibt Anlass zur Hoffnung, dass die neuen Medien auch bei den Volksvertretern angekommen sein könnten....

Insofern tatsächlich ein Kontrastprogramm zum 'IT-Gipfel-Blog' von dem zuletzt die Rede war.

Wednesday, June 27, 2007

IT-Gipfelblog geht online....


Endlich ist es so weit. Seit dem 20. Juli ist das IT-Gipfel Blog des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam online. Ziel und Zweck des IT-Gipfel Blogs ist es, die Diskussion um die Themen des 1. Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung Ende vergangenen Jahres in einem geeigneten Rahmen fortzuführen. Im Vorfeld dazu gab es auch eine große Umfrageaktion, in der ausgelotet werden sollte, in wie weit Blog-Leser (die ja auch jederzeit selbst mit Kommentaren zum Blog beitragen können) einer redaktionellen Kontrolle zustimmen würden. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden bereits veröffentlicht [1] und dienten als Grundlage für die weitere Ausgestaltung des aktuellen IT-Gipfel Blogs. Zwar gibt es noch einige kleinere 'technische' Problemchen, aber ich bin sicher, dass diese bald behoben werden können. Gespannt bin ich schon mal auf die tatsächliche Beteiligung (am ersten Tag gab es laut Aussagen meines Kollegen Justus Bross bereits über 90 Anmeldungen...) in den Diskussionsgruppen und natürlich insbesondere auf Meinungen und Beiträge der Polit-Prominenz.

[1] J. Bross, H. Sack: Encouraging Participation in Virtual Communities: The "IT-summit-blog" Case, in Proc. of IADIS Int. Conf. e-Society 2007, Lisboa, Portugal, 2007.