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Sunday, June 21, 2009

Digitale Kommunikation

Am 21. Mai 2009 ist unser Neues Buch 'Ch. Meinel, H. Sack: Digitale Kommunikation' bei Springer erschienen, das ich hier heute vorstellen möchte. Hervorgegangen ist das Buch aus dem Absicht, unserem 2003 erschienenen Buch 'WWW - Kommunikation, Internetworking, Web-Technologien' eine zweite Auflage folgen zu lassen. Dies allerdings erwies sich als schwierig. 1200 Seiten in einer Disziplin, die sich so rasant weiterentwickelt, dass sich in den mehr als 5 Jahren, die seither vergangen sind eine Stofffülle angesammelt hat, die in einem Band einfach nicht mehr ausreichend behandelt werden kann.

Daher unternahmen wir Absprache mit dem Verlag das Wagnis, den Band in seine drei Grundbestandteile zu zerlegen und diese separat als einzelne Bände einer Trilogie zu veröffentlichen. Deren erster Band, die 'Digitale Kommunikation' liegt nunmehr vor. Die beiden Folgebände 'Internetworking' und 'Web-Technologien' sind in Vorbereitung und werden bald erscheinen.

Worum geht es im ersten Band der WWW-Trilogie? Wie schon im ersten Teil des 2003 erschienenen WWW-Buches dreht es sich in diesem Band um die Grundlagen der Rechnerkommunikation, die durch eine ausführliche historische Betrachtung eingeleitet werden und insbesondere die Gebiete der Kodierungstheorie und der Multimedia-Kodierung und -Komprimierung, sowie die Grundlagen der Kryptografie abdecken.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

DIGITALE KOMMUNIKATION

(1) Prolog
(2) Geschichtlicher Rückblick
(3) Grundlagen der Kommunikation in Rechnernetzen
(4) Multimediale Daten und ihre Kodierung
(5) Digitale Sicherheit
(6) Epilog

In den Anhängen befindet sich ein ausführliches Personenregister, das vom ägyptischen Pharao Ramses II. und seiner 'ersten' Bibliothek bis hin zum 1970 geborenen Vincent Rijmen, dem Miterfinder des AES-Verschlüsselungsverfahren reicht. Das Buch stellt auf gut 430 Seiten mit zahlreichen Abbildungen die fundamentalen Grundlagen der digitalen Kommunikation dar. 17 einzelne Exkurse vertiefen dabei wichtige Themengebiete, die vielleicht nicht für jeden Leser gleichermaßen von Interesse sind. Jedes Kapitel ist mit einem ausführlichen Glossar abgeschlossen und über 250 Literaturverweise und Referenzen regen zum Weiterlesen an.

Weitere Informationen:

Tuesday, June 10, 2008

SPAM - Vermüllte Briefkästen und die Märkische Allgemeine

Kaum hatte ich mich in meinem letzten Artikel über das Medienecho hier am HPI ausgelassen, gibt es doch noch einen weiteren Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, in dem ich zitiert werde. in "INFORMATIONSTECHNIK: Vermüllte Briefkästen
Die Flut sogenannter Spam-Mails kostet Zeit, Geld und Energie
" von Ulrich Nettelstroth werde ich zitiert mit dem Aufruf, "Porto für E-Mails" einzuführen, um der tagtäglichen SPAM-Flut Herr zu werden. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ein Aufschrei durch die Nation gehen würde und ich als kapitalistischer Handlanger der Globalisierungs-Aktivisten gebrandmarkt werden würde, da ich damit doch die Grundprinzipien des des ökosozial-anarchischen Internets "verrate". Aber keiner hat es gemerkt ;-)

Was steckt dahinter? Nein, es geht nicht darum, dem Verbraucher noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Stellen wir uns doch nur einmal vor, in den monatlichen Kosten unseres Internetzugangs wären 10 Cent als Portoäquivalent für ein Freikontingent von 3000 E-Mails mit enthalten. 99,99% aller "normalen" Nutzer fallen derzeit mit Sicherheit in diese Kategorie (entspricht das doch 100 versandten E-Mails pro Tag inklusive Sonn- und Feiertage, Urlaub, etc.). Keinem fällt es auf, niemand wird durch diesen Obulus vom Internet ferngehalten, da die üblichen Verbindungs- und Bereitstellungskosten jeglicher Art von Datenkommunikation ein Vielfaches dieses Betrages darstellen.

Die typischen SPAM-Versender aber, versenden Ihre Kauf-Aufrufe üblicherweise an 10 Millionen und mehr " Kunden" pro Mailing-Aktion. Hochgerechnet ergeben sich dabei so etwa 300 Euro für 10 Millionen versendete E-Mails. Ich denke, damit wäre man schon an der Rentabilitätsgrenze der SPAM-Versender angekommen. Wenn nicht, muss man den Betrag noch etwas nach oben "tunen". Heute - da der Versand von SPAM E-Mails nahezu kostenlos erfolgt, rentiert es sich für den SPAM-Versender bereits, wenn pro Mailingaktion 100 Euro hereinkommen......Tun sie das? Ich weiss nicht, ob es hierüber verlässliche Studien gibt (falls jemand dazu eine Quelle bekannt sein sollte, ich wäre für Hinweise dankbar!).

Allerdings verlangt ein Porto für E-Mails auch ein entsprechend manipulationssicheres Accounting-Verfahren, d.h. mehr Aufwand und mehr Ressourceneinsatz wären notwendig. Wenn auf der anderen Seite aber der SPAM-Datenverkehr abnehmen würde, sinkt auch die aktuelle Belastung der Datenkommunikations-Infrastruktur....und damit auch der zugehörige Energieverbrauch. Somit könnte das "Porto für E-Mails" auch für eine günstigere weltweite CO2-Bilanz sorgen ;-)

Friday, December 07, 2007

German IPv6 Council Kickoff Meeting in Potsdam


Das deutsche IPv6 Council startete seine Aktivitäten zur Förderung des Einsatzes der nächsten Internet-Generation IPv6 mit der ersten Sitzung am 06. 12. 2007 in Potsdam. Prof. Dr. Ch. Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) Potsdam eröffnete die Sitzung in seiner Funktion als Chairman des deutschen Zweiges des internationalen IPv6 Forums. Die Teilnehmer des heutigen Treffens (siehe Teilnehmerliste) begrüßten die Initiative und Bereitschaft des HPI als unabhängige und unparteiliche Instanz die Federführung des Rats zu übernehmen.

Latif Ladid, Präsident des Internationalen IPv6 Forums würdigte die bisher erzielten Fortschritte und machte noch einmal in eindringlicher Weise die Bedeutung und Notwendigkeit eines solchen nationalen Gremiums zur Förderung des Einsatzes von IPv6 deutlich, Peter Demharter (IBM, Projekt DOI) stellte kurz die Inhalte und Zielsetzungen des DOI Projekts (Deutschland Online Infrastruktur) vor, das in seiner Bedeutung für den weitreichenden Einsatz der neuen Netzwerktechnologie als Leuchtturm auf vergleichbare Projektvorhaben ausstrahlen wird. Zielsetzung ist dabei die Sicherstellung der behördlichen Kommunikation über alle föderalen Grenzen hinweg, basierend auf einer Dual-Stack Lösung, mit der sowohl die alte IPv4-Konnektivität nach außen hin, als auch die neue IPv6-Konnektivität gewährleistet wird.

Gert Döring (SpaceNet AG) stellte die neue IPv6 Adressvergabe-Politik des RIPE NCC vor. Während um die letzten verbliebenen Adressbereiche des IPv4-Adressbereichs bereits ein harter Kampf entbrannt ist -- ab 2011, so die aktuelle Hochrechnung, wird es keine neuen IPv4-Adressen mehr geben -- wurden den RIRs (Regional Internet Registries) IPv6 /12-Adressblöcke zugewiesen, die jeweils ausreichen, um bis zu einer Million ISPs zu bedienen. Jedem einzelnen ISP (Internet Service Provider) bleiben dabei üblicherweise /32-Adressbereiche (für große ISPs wurden schon /19 Adressbereiche vergeben, so z.B. für die Deutsche Telekom), mit denen etwa 65.000 einzelne Kunden bedient werden können, während für End-User /48 - /64 Adressen vorgesehen sind.

Ein generelles und gravierendes Problem, das einem Durchbruch der neuen Internet-Technologie im Wege steht, liegt darin begründet, dass die IPv4/IPv6-Problematik noch nicht auf der Ebene der Entscheider angekommen ist und ein derartiges Problembewußtsein erst noch geschaffen werden muss. Darüberhinaus ist allen Teilnehmern klar, dass ein Durchbruch der neuen Technologie nur über den Massenmarkt der Endverbraucher möglich wird. Da die IPv6-Problematik bislang in den Medien -- wenn überhaupt -- nicht in der erforderlichen Dringlichkeit dargestellt wurde, muss sich das deutsche IPv6 Council einen Schwerpunkt auf die Themen Dissemination und Public Relations setzen.

In diesem Sinne wurde von den Teilnehmer beschlossen "IPv6 zu leben", und zwar jetzt. In diesem Sinne sollte folgender treffende Slogan verwendet werden, der seinerzeit IPv6 die parlamentarische Unterstützung sicherstellte: "IPv4 verbindet Computer -- IPv6 dagegen verbindet Menschen".

Um die projektierten Ziele zu erreichen wurden mehrere Initiativen vorgeschlagen und beschlossen, gemeinsam eine IPv6 Roadmap für Deutschland zu entwickeln, die von den bereits existierenden Materialien der internationalen IPv6 Organisationen profitieren kann, um die darin aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten an die speziell deutschen Problemstellungen anzupassen.

Zu Demonstrationszwecken sollen am HPI mehrere Showcases mit Unterstützung der Council-Mitglieder implementiert werden, um der Öffentlichkeit die Vorteile und Möglichkeiten der neuen Internet-Technologie vor Augen zu führen. Eine erste öffentlichkeitswirksame Präsentation ist im Rahmen der Computermesse CeBIT 2008 geplant.

Im Fortgang ist ein deutscher IPv6 Summit für den Zeitraum 14.-16. Mai 2008 geplant, der ebenfalls am HPI Potsdam durchgeführt werden soll. Neben Expertenvorträgen zum internationalen und nationalen Erfahrungsaustausch ist dabei ein spezieller IPv6 Tutoriumstag vorgesehen, der Anwendern und Entscheidern einen fundierten Einblick in die neue Technologie ermöglicht.

Friday, June 29, 2007

Browser ... was sind denn jetzt noch 'mal Browser .......


Eigentlich kaum zu glauben....aber mit der Medienkompetenz unserer Spitzenpolitiker scheint es nicht allzu weit her zu sein. Dies zeigt ein Beitrag der Kinderreporter aus dem ARD-Morgenmagazin, der eigentlich auch gar nicht weiter kommentiert werden müsste....
Immerhin wissen wir jetzt, dass auch Christoph Ströbele von den Grünen eine Homepage hat (er scheint es übrigens auch zu wissen...) auch wenn er sie nach eigenen Aussagen "nicht bedienen" kann. Zum Glück war er ja auch schon "ein- oder zweimal" im Internet. . Zumindest die Geschichte vom "Programm" mit den "Fundwörtern" gibt Anlass zur Hoffnung, dass die neuen Medien auch bei den Volksvertretern angekommen sein könnten....

Insofern tatsächlich ein Kontrastprogramm zum 'IT-Gipfel-Blog' von dem zuletzt die Rede war.

Friday, February 23, 2007

Internet Pioneers ... must see!


While doing some research on internet history for writing the 2nd edition of my WWW book, I found an impressive film that is gathering a lot of the most important internet pioneers. The documentary is entitled "Computer Networks: The Heralds of Resource Sharing" and was produced back in 1972 (!!!) by Steven King from MIT. It features the ARPANET and many of the most important names in the history of computer networking.
You will see J.C.R. Licklider, former director of the IPTO at ARPA, who was the first to envision a global internet. Also Larry Roberts (also former director of IPTO), Robert Kahn (co-inventor of the TCP/IP protocol and winner of the Turing Award), or Donald Davies (co-inventor of packet switching) are giving contributions.
It's really a 'must see', simply because all I already knew about internet history had come from books. I also only knew a few pictures showing early internet hardware or some mug-shots of the mentioned scientists. It's really interesting to see them in the film and to hear them talking about their great vision of internet computing as it has become reality today.....30 years after the film was produced...