Friday, May 16, 2008

bibcamp in Potsdam, 15.-17.5.2008

Bibliothek 2.0 - von der Theorie zur Praxis....
Unter diesem Motto steht das erste deutsche bibcamp, das heute hier in den 'interessanten' Räumlichkeiten (i.e. das 'Schaufenster') der FH Potsdam stattfindet. Geografisch und strategisch günstig in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen präsentiert sich das Gebäude-Ensemble der FH-Potsdam, das sich in direkter Nachbarschaft zur klassizistischen Nikolai-Kirche befindet (die mit ihrer riesigen Kuppel die Skyline von Potsdam dominiert), mit dem diskreten Charme des mir aus Weimar wohlbekannten 'Gauforums' (einem der größten Betonhässlichkeiten, die uns der Bauwahn des dritten Reichs hinterlassen hat...). In einer guten halben Stunde geht es los und ich werde heute vom ersten Tag des bibcamps berichten....

Wie immer beginnt die Konferenz mit der kollektiven WLAN-Suche, die sich hier für manchen Benutzer etwas schwieriger gestaltet, da das WLAN der FH-Potsdam nur in Verbindung mit einem VPN-Tunnel genutzt werden kann...insbesondere mussten wohl Benutzer eines älteren Windows eine hohe Frustrationstoleranz an den Tag legen (zumindest schaute Jörg quasi als 'Guter Geist' dem ein oder anderen über die Schulter und versuchte zu helfen).

Das bibcamp hat sogar ein eigenes Maskottchen, das allerdings noch nicht eingetroffen ist. Die Maskottchen-Idee ist über eine Google-Suche entstanden. Gab man im Vorfeld der Veranstaltung den Suchbegriff 'bibcamp' ein, wurde man von der Suchmaschine vorsichtshalber gefragt, ob man nicht doch den Begriff 'bibercamp' gemeint hatte. Was lag also näher, als den Biber als offizielles bibcamp-Maskottchen zu küren. Foto folgt...


Ok...Vorstellungsrunde. Nicht die Teilnehmer, sondern die Beiträge sind als erstes dran. 'Den Mutigen gehört die Welt' und ich bin mal wieder der erste, der sich vortraut und stelle unser Thema 'yovisto' vor. Ach ja...ich hab jetzt auch ein yovisto-T-Shirt. Foto folgt....

Interessante Beobachtung am Rande: für eine barcamp-Veranstaltung ist hier alles ein klein wenig langsam. Auch war nicht jeder 'gezwungen', sich selbst und seine Motivation vorzustellen. Diejenigen, die es taten, waren dafür aber 'sehr' ausführlich...(also nicht die berühmten drei(!) Tags).

Jetzt wird's langsam interessant. Die Diskussion entspannt sich über das bibliothekarische Selbstverständnis ('Bibliothekare haben ja viel mit Büchern zu tun') über den Bibliothek 2.0 Begriff. Vom Schlagwort zum Schlachtruf, dem Für und Wider der damit verbundenen Technologie und dem Ausgeliefertsein gegenüber der Akzeptanz der Nutzer. Nebenbei bemerkt weiss ich jetzt, dass 'Archivar' ein cooler Beruf ist, ohne den die Realisierung des Disney-Films 'Ratatouille' kaum möglich gewesen wäre....

So, nachdem wir (Jörg und ich) noch für ein Videointerview herhalten mussten beginnt jetzt das Abendprogramm mit Powerpoint-Karaoke (inklusive einem 'Chicken-Chicken'-Vortrag...). Das kalte Buffet (inklusive Schmalzbrote) war gar nicht schlecht. Der Rest des Abends spielte sich vornehmlich 'draußen vor der Tür' ab, die gut gemeinte musikalische Untermalung spielte mutterseelenalleine drinnen vor sich hin und berieselte die Reste des kalten Buffets, während sich draußen die interessanten Diskussionen entspannen. Tatsächlich endete der Abend auch 'fast' in einem Fiasko (2.0)..., als das Maskottchen (heist es nun 'Horst' oder nicht?) vorgeblich entführt wurde....

Zum bibcamp wird ja auch eine Menge getwittert....

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